Die stenografische
Systemtheorie ist grundlegender Bestandteil der Allgemeinen Kurzschriftlehre.
Sie dient der Beschreibung und Analyse von Stenografiesystemen und ihren
Funktionsweisen.
In unserer Arbeit und
im Rahmen der Lehrerausbildung hat insbesondere die Systemtheorie der Deutschen
Einheitskurzschrift (DEK) besonderes Gewicht. Die DEK wird in Deutschland und Österreich seit
1924 unterrichtet und ist in diesen Staaten das einzige amtlich für den Unterricht zugelassene Kurzschriftsystem. Die
DEK-Systemtheorie umfasst vor allem die Anwendung und Auslegung
des Regelwerks zur Deutschen Einheitskurzschrift, der sogenannten Wiener Urkunde
(= die Systemurkunde von 1968).
Nachfolgend einige online verfügbare
Beiträge zu systemtheoretischen Themen:
- Zum 100-jährigen
Jubiläum eines „Klassikers”: 1906 erschien das
systemtheoretische
Werk „Buchstabe und Symbol” von Dr. Wilhelm Mager, das
sofort lebhafte Diskussionen in der Fachpresse auslöste. Wir haben einige
Rezensionen namhafter Fachwissenschaftler zusammengestellt.
Sie eröffnen einen kleinen Einblick in dieses Spezialgebiet und die damals
bewegenden Fragen.
- Der Kurzschriftwissenschaftler
Manfred Kehrer stellt Möglichkeiten zur Vokaldarstellung
in kursiven Stenografiesystemen vor und legt die Kürzungsprinzipien
im tschechoslowakischen Kurzschriftsystem Herout-Mikulík dar. Beide
Aufsätze stammen aus der Fachzeitschrift „Theorie
und Praxis”
(1974; 1976/77).
- Beherrschen Sie die Verkehrsschrift
der DEK? Dann versuchen
Sie sich an der hier gestellten Übertragungsaufgabe.
- Kürzel für Europa,
Euro, Cent in der DEK
- Lauthäufigkeiten nach Kaeding 1897: Sprachstatistik.
Neben aktuelleren Arbeiten stellt sie noch immer eine wichtige Grundlage zur Bewertung der Sprach- und
Praxisgerechtigkeit eines Kurzschriftsystems dar. Neben einem diesbezüglichen
Artikel geben wir auch
die Statistik im Excel-Format (für eigene Analysen) wieder.
- Weitere systemtheoretische Fragen werden in
verschiedenen Bänden unserer Schriftenreihe
behandelt.