Das Deutsche Schreibmaschinenmuseum


    An unserem Institut in Bayreuth wurde seit 1936 eine der wichtigsten deutschen Sammlungen zur Schreibmaschinengeschichte aufgebaut. Sie gibt ein umfassendes Bild der Entwicklung der Schreibtechnik in den letzten eineinhalb Jahrhunderten.

     

    Die Exponate des Deutschen Schreibmaschinenmuseums laden zur Besichtigung und zum Verweilen ein. Der Weg von den ersten mechanischen Schreibmaschinen zum Computer ist weit. Die von rastlosen Erfindern in vielen Ländern entwickelten Schreibgeräte belegen eindrucksvoll die Geschichte des mechanischen Schreibens. Lassen Sie sich von der Vielfalt der technischen Ideen und Lösungsvarianten überraschen!

     

    Unser Museum beteiligt sich an der Bayreuther Museumsnacht, die alljährlich stattfindet. Wir würden uns freuen, Sie zu Führungen und Präsentationen begrüßen zu können. Sie finden uns in der Bernecker Straße 11 in Bayreuth.

    Das Museum wird ehrenamtlich betreut und hat derzeit keine festen Öffnungszeiten. Wenn Sie es besuchen möchten, sprechen Sie bitte rechtzeitig einen Besichtigungstermin mit uns ab.

     

    Der Bestand unserer Sammlung umfasst etwa 600 Exponate. Einige wenige Glanzstücke möchten wir Ihnen hier präsentieren.

Diese Bar Lock wurde 1888 in den USA für den deutschen Markt hergestellt (Umlaute links unten!). Obwohl die Schreibmaschine fast 120 Jahre alt ist und noch keine Umschalttaste kennt (dunkle Tasten für Großbuchstaben, helle für Kleinbuchstaben eine sogenannte Volltastatur), sind die Buchstabentasten schon weitgehend so angeordnet, wie wir sie auf der heutigen Computertastatur finden.

Die deutsche Mignon 2 aus dem Jahre 1901 weist einen Typenzylinder auf (oben rechts erkennbar) - dem erst viel später realisierten Kugelkopf nicht unähnlich. Die Steuerung des Typenträgers erfolgt nicht über Tasten, sondern mithilfe eines Zeigers: Indem dieser auf einen Buchstaben des Auswahlfelds gezogen wird, wird ein mit einem Kugelgelenk verbundener Stab bewegt. Diese Bewegung überträgt sich auf den Typenzylinder.

Hier sehen Sie eine 1914 in Deutschland hergestellte Ultima, eine Typenzylinder-Schreibmaschine. Die geringe Zahl der Tasten rührt daher, dass jede Taste dreifach belegt ist. Und mit der Typenzylindersteuerung über Tasten (und nicht über einen Zeiger) wirkt diese Schreibmaschine doch schon fast modern ...

 

Über die Geschichte unseres Museums berichtet Hans Gebhardt in seinem Aufsatz „70 Jahre Deutsches Schreibmaschinenmuseum”.

Weitere Literatur über Schreibmaschinen finden Sie in der Liste unserer Veröffentlichungen. Historisch Interessierte verweisen wir besonders auf die zweibändige Übersicht über die wichtigsten Daten historischer Schreibapparate und Schreibmaschinen bzw. des Schreibmaschinenbaus (Nr. 4 und Nr. 9 unserer Schriftenreihe).