Das Deutsche Schreibmaschinenmuseum
An unserem Institut in Bayreuth wurde seit 1936 eine der wichtigsten deutschen
Sammlungen zur Schreibmaschinengeschichte aufgebaut. Sie gibt ein umfassendes Bild der
Entwicklung der Schreibtechnik in den letzten eineinhalb Jahrhunderten.
Die
Exponate des Deutschen Schreibmaschinenmuseums laden zur Besichtigung und zum Verweilen ein. Der Weg von den ersten mechanischen Schreibmaschinen zum Computer ist weit. Die von rastlosen Erfindern in vielen Ländern entwickelten Schreibgeräte belegen eindrucksvoll die Geschichte des mechanischen Schreibens. Lassen Sie sich von der Vielfalt der technischen Ideen und Lösungsvarianten überraschen!
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Unser Museum beteiligt sich an der Bayreuther Museumsnacht, die alljährlich am letzten Oktoberwochenende stattfindet. Wir würden uns freuen, Sie zu Führungen und Präsentationen begrüßen zu können. Sie finden uns in der Bernecker
Straße 11 in Bayreuth.
Das Museum wird ehrenamtlich betreut und hat derzeit keine festen Öffnungszeiten. Wenn Sie es besuchen möchten, sprechen Sie bitte rechtzeitig einen Besichtigungstermin mit uns ab.
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Der
Bestand unserer Sammlung umfasst mehr als 450 Exponate. Einige wenige Glanzstücke
möchten wir Ihnen hier präsentieren.
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Diese Bar Lock wurde 1888 in den USA für den deutschen Markt hergestellt (Umlaute links unten!). Obwohl die Schreibmaschine fast 120 Jahre alt ist und noch keine Umschalttaste kennt (dunkle Tasten für Großbuchstaben, helle für Kleinbuchstaben – eine sogenannte Volltastatur), sind die Buchstabentasten schon weitgehend so angeordnet, wie wir sie auf der heutigen Computertastatur finden. |
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Die
deutsche Mignon 2 aus dem Jahre 1901 weist einen Typenzylinder
auf (oben rechts erkennbar) - dem erst viel später realisierten Kugelkopf nicht unähnlich. Die Steuerung
des Typenträgers erfolgt nicht über Tasten, sondern mithilfe eines
Zeigers: Indem dieser auf einen Buchstaben des Auswahlfelds gezogen wird,
wird ein mit einem Kugelgelenk verbundener Stab bewegt. Diese Bewegung
überträgt sich auf den Typenzylinder. |
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Hier
sehen Sie eine 1914 in Deutschland hergestellte Ultima, eine
Typenzylinder-Schreibmaschine.
Die geringe Zahl der Tasten rührt daher, dass jede Taste dreifach
belegt ist. Und mit der Typenzylindersteuerung über Tasten (und nicht
über einen Zeiger) wirkt diese Schreibmaschine doch schon fast modern ... |
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Über die Geschichte unseres Museums berichtet Hans Gebhardt
in seinem Aufsatz „70 Jahre
Deutsches Schreibmaschinenmuseum”.
Weitere Literatur über Schreibmaschinen finden Sie
in der Liste unserer Veröffentlichungen.
Historisch Interessierte verweisen wir besonders auf die zweibändige Übersicht
über die wichtigsten Daten historischer Schreibapparate und Schreibmaschinen
bzw. des Schreibmaschinenbaus (Nr. 4 und Nr. 9 unserer Schriftenreihe).
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